Gesegnet gelesen

6. Dezember 2005

Kein Witz! Ahnenforscher haben entdeckt:
Breitner ist mit dem Papst verwandt

Es ist die skurrilste Nachricht des Tages:
Der Fußball-Experte Paul Breitner (53) und Papst Benedikt XVI. (78) sind verwandt.


Kein Witz! Es gibt eine Verbindung über die Großväter der beiden Männer.

Der Fußball-Weltmeister von 1974 und der erste deutsche Papst seit einem halben Jahrtausend. Beide machten am Gymnasium Traunstein ihr Abitur. Eine Hochzeit, die zwei Generationen zurückliegt, verknüpfte ihre Familien.

Das Nachrichtenmagazin „Focus“ berichtet: Der Opa von Paul Breitner war mit einer Frau verwandt, die den Bruder von Joseph Ratzingers Großvater heiratete. Die familiären Bande wurden also vor etwa 100 Jahren geknüpft.

Wie kam diese interessante Verbindung heraus? Ein Nachlaßgericht hatte jahrelang die Erben der alleinstehenden Barbara Anna Huber gesucht, die 1995 gestorben war. Es ging um ein Erbe von 250 000 Mark. Huber war die Enkelin von Johann Ratzinger, dem bereits genannten Bruder von Joseph Ratzingers Großvater.

Eine beauftragte Firma ermittelte vor vier Jahren zehn Erben der Frau Huber, darunter Joseph Ratzinger, dessen Bruder und den Großvater von Paul Breitner, der aber schon lange tot ist. Interessant: Laut „Focus“ trat der damalige Kurienkardinal Ratzinger das Erbe (25 000 Mark) an und bedankte sich bei der Firma.

Was sagt Paul Breitner zu seinem prominenten Verwandten? „Ich weiß von dieser Verwandtschaft zu Ratzinger. Aber ich habe es für mich behalten.“ Einen Kontakt zu Papst Benedikt XVI. habe er nicht aufgenommen.

Quelle: http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2005/06/12/papst__verwandt__breitner/papst__verwandt__mit__breitner.html

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30. November 2005

Papst und Fußball - Heimkehr ins Paradies

Am 26. Oktober 2005 war es soweit: Papst Benedikt XVI. empfing "Kaiser" Franz Beckenbauer sowie Ex-Nationalmannschafts-Teamchef Rudi Völler in Rom und outete sich dabei mit Blick auf die Fußball-WM 2006 als Fan. "Ich werde alle wichtigen Spiele im Fernsehen verfolgen", versicherte der Pontifex im Gespräch mit OK-Präsident Beckenbauer, der sich seinerseits tief beeindruckt zeigte: "Dies war einer der bewegendsten Momente meines Lebens. Es ist ein Erlebnis, mit dem Papst über Fußball sprechen zu dürfen."

Dabei hat der Bayer Joseph Ratzinger, einst Kardinal von München und Freising, schon vor vielen Jahren über den Fußball sinniert. In einem Beitrag des Bayerischen Rundfunks vom Juni 1978, anlässlich der WM-Endrunde in Argentinien, analysierte Ratzinger gewohnt scharfsinnig das Phänomen Fußball.

"Fußball ist zu einem globalen Ereignis geworden, das die Menschen rund um unseren Erdkreis über alle Grenzen hinweg in ein und derselben Seelenlage in Hoffnung, Ängsten, Leidenschaften und Freuden verbindet. Kaum irgendein anderer Vorgang auf der Erde kann eine ähnliche Breitenwirkung erzielen. Das zeigt, dass hier etwas Urmenschliches angesprochen sein muss, und es steht die Frage auf, worin diese Macht des Spiels begründet liegt", erklärte Ratzinger, dessen Gedanken in der Würzburger "Tagespost" am 7. Juni 1978 Niederschlag fanden. Der Beitrag trug den Titel "Fußballbegeisterung kann mehr sein als bloße Unterhaltung".

Der Papst weiter: "Denn das ist letztlich mit dem Spiel gemeint: ein Tun, das ganz frei ist, ohne Zweck und Nötigung, und das dabei doch alle Kräfte des Menschen anspannt und ausfüllt. In diesem Sinne wäre das Spiel also eine Art versuchter Heimkehr ins Paradies: das Heraustreten aus dem versklavten Ernst des Alltags und seiner Lebensbesorgung in den freien Ernst dessen, was nicht sein muss und gerade darum schön ist."

Das Spiel habe aber vor allem beim Kind noch einen anderen Charakter: "Es ist Einübung ins Leben. Es symbolisiert das Leben selbst und nimmt es sozusagen in einer frei gestalteten Weise voraus. Mir scheint, die Faszination Fußball bestehe wesentlich darin, dass er diese beiden Aspekte in einer sehr überzeugenden Form verbindet." Der Fußball nötige den Menschen, zunächst sich selbst in Zucht zu nehmen, so dass er durch "Training die Verfügung über sich gewinne, durch Verfügung Überlegenheit und durch Überlegenheit Freiheit".

Als Mannschaftsspiel zwinge der Fußball zur Einordnung des Eigenen ins Ganze, "Erfolg und Misserfolg jedes einzelnen liegen in Erfolg und Misserfolg des Ganzen", philosophierte er und ging auch auf die Rolle des Fußball-Zuschauers ein: "Im Zusehen identifizieren sich die Menschen mit dem Spiel und den Spielern und sind so sehr am Miteinander und Gegeneinander, an seinem Ernst und seiner Freiheit beteiligt. Die Spieler werden zum Symbol des eigenen Lebens; das wirkt wieder auf sie zurück. Sie wissen, dass die Menschen in ihnen sich selbst darstellen und bestätigt finden."

Der heutige Papst geht auch auf die Auswüchse des Profi-Fußballs ein, wenngleich vor 27 Jahren noch vergleichsweise 'paradiesische' Verhältnisse vorherrschten. Ratzinger in seiner auch auf heutige Verhältnisse übertragbaren Analyse: "Natürlich kann dies alles verdorben werden durch einen Geschäftsgeist, der das Ganze dem düsteren Ernst des Geldes unterwirft und das Spiel aus einem Spiel in eine Industrie verkehrt, die eine Scheinwelt von erschreckendem Ausmaß hervorbringt. Aber selbst diese Scheinwelt könnte nicht bestehen, wenn es nicht den positiven Grund gäbe, der dem Spiel zugrunde liegt: die Vorübung des Lebens und die Überschreitung des Lebens in Richtung des verlorenen Paradieses."

Der heutige Papst beendete seine Gedankengänge mit der Schlussfolgerung: "Das Spiel ein Leben - wenn wir in die Tiefe gehen, könnte das Phänomen einer fußballbegeisterten Welt uns mehr geben als bloße Unterhaltung."

(Ralph Durry, sid)

Quelle: http://www.n-tv.de/607901.htmlhttp://www.bild.t-online.de/BTO/news/2005/06/12/papst__verwandt__breitner/papst__verwandt__mit__breitner.html

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26. Oktober 2005

Benedikt XVI. ist Fußball-Fan - Kaiser trifft Papst

Der Papst traf den "Kaiser" und outete sich als Fußball-Fan im Hinblick auf die WM 2006 in Deutschland. "Ich werde alle wichtigen Spiele im Fernsehen verfolgen", versicherte Benedikt XVI., der den deutschen WM-OK-Präsidenten Franz Beckenbauer sowie den ehemaligen DFB-Teamchef Rudi Völler im Rahmen einer Generalaudienz am Mittwoch auf dem Petersplatz zu einem kurzen Gespräch traf.

Der Pontifex wünschte der deutschen Delegation viel Glück für die Organisation des sportlichen Großevents, der zweiten WM-Endrunde auf deutschem Boden nach 1974. Beckenbauer überreichte seinem bayerischen Landsmann, einst Kardinal von München und Freising, einen Wimpel mit dem Logo der Fußball-WM (9. Juni bis 9. Juli 2006).

"Es ist eine Freude, den Papst persönlich zu treffen. Er ist sehr sympathisch. Er strahlt Würde und Ausgewogenheit aus. Man sagt, dass er einmal ein Fan von Bayern München war. Vielleicht stimmt's", erklärte der 60-jährige Beckenbauer nach der Audienz. Der Kapitän der deutschen Weltmeister-Elf von 1974 und Teamchef der Weltmeistermannschaft von 1990 bezeichnete das Treffen mit dem Oberhaupt der katholischen Kirche als eines der wichtigsten Ereignisse überhaupt. "Dies war einer der bewegendsten Momente meines Lebens. Es ist ein Erlebnis, mit einem Papst über Fußball sprechen zu dürfen", so Beckenbauer.

"Benedikt XVI. hat sich für unsere Arbeit sehr interessiert, und er hat sich erkundigt, wie die Vorbereitungen laufen. Wir haben dem Papst erklärt, in welchen Stadien die Spiele geplant sind und welche Nationalteams dabei sein werden", berichtete Deutschlands Fußball-"Lichtgestalt". Joseph Ratzinger habe hervorgehoben, dass Deutschland bestimmt mit einer "sehr starken Nationalmannschaft" rechnen könne. "Die Mannschaft wächst, wir hoffen auf einen Sieg", antwortete Beckenbauer dem Papst.

Als persönliches Geschenk des Papstes konnte Völler, Sportchef von Bayer Leverkusen, einen Rosenkranz mit nach Hause nehmen. Über 60.000 Pilgern füllten am Mittwoch den Petersplatz, wobei besonders viele Deutsche verzeichnet wurden. Der Besuch in der italienischen Hauptstadt gehört zum zweiten Teil der Begrüßungs-Reise des "Kaisers" in die 31 - neben Gastgeber Deutschland - für die WM qualifizierten Länder. Weitere Stationen sind anschließend Warschau (28. Oktober) und Kiew (31. Oktober). Am Montag weilte Beckenbauer in Lissabon. Bis zum Februar 2006 sollen alle Besuchsreisen abgeschlossen sein.

Die deutsche Delegation, der auch OK-Vizepräsident Wolfgang Niersbach und Berater Fedor H. Radmann angehörten, wird bis Freitag in Rom bleiben und dann nach Warschau weiterreisen. Am Dienstag hatte ein Abendempfang in der Villa Miani über den Dächern Roms stattgefunden. Italiens Weltmeister von 1982, Claudio Gentile, Giancarlo Antognoni und Dino Zoff, waren zu dieser Welcome-Veranstaltung des OK gekommen, ebenso wie Beckenbauers Gegner aus dem dramatischen Halbfinale der WM 1970 in Mexiko: Giacinto Facchetti, Roberto Boninsegna und Luigi Riva. Außerdem waren der Präsident des italienischen Fußballverbands (FIGC), Franco Carraro, und der Coach der "Squadra Azzurra", Marcello Lippi. zugegen.


Quelle: http://www.n-tv.de/594892.html

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4. Oktober 2005

Die Stasi und der Charme des Kardinals
Das MfS beobachtete mit Interesse die Karriere Joseph Ratzingers

Erich Mielke - wären er, die Stasi und die DDR da noch am Leben gewesen - hätte wohl getobt an jenem 19. April 2005. Stellen wir uns die Szene vor: Gerade ist Joseph Ratzinger als neuer Papst Benedikt XVI. auf den Balkon des Petersdoms in Rom getreten. Stasi-Minister Mielke greift zum Telefonhörer und fragt seine Kirchenabteilung XX und die Auslandsspionageeinheit HVA, was man denn zu Ratzinger so alles im Archiv habe. "Na ja", wäre die kleinlaute Antwort gewesen, "eher wenig."

Die "Stasi-Akte Ratzinger", die Bild am Sonntag vier Sonderseiten wert war, ist tatsächlich ein in jeder Hinsicht dünnes Dossier. In der Hinterlassenschaft des MfS finden sich lediglich eine dreiseitige Karteikarte mit biographischen Angaben, eine hauptsächlich auf offiziellen Informationen basierende Einschätzung des Kirchenmannes, zwei Dutzend Einträge aus der HVA-Datenbank Sira, in denen sein Name auftaucht, sowie einige Grenzbenachrichtigungen über den in die DDR reisenden Ratzinger. Eine "Überwachung" des heutigen Papstes durch die Stasi belegt dieses Material jedenfalls nicht.

Auch nicht, dass acht Stasi-Agenten auf Ratzinger angesetzt waren, wie die Bild am Sonntag meldete. Zwar gab es offenbar in fünfzehn Jahren 25 Berichte von HVA-Agenten, in denen Ratzingers Name neben denen anderer Personen auftaucht. Die geringe Zahl der Berichte spricht aber eher dagegen, dass der Kirchenmann vom MfS gezielt ausspioniert wurde.

Unbestritten ist, dass die Stasi Ratzinger, seit dieser 1974 - damals noch als Theologiedozent der Uni Münster - Vorträge im Priesterseminar Erfurt hielt, interessiert beobachtete. Wie bei vielen anderen Kirchenleuten hielt das MfS auf Karteikarten die Eckpunkte seiner weiteren Karriere fest.

Im April 1984 - Ratzinger war da schon Präfekt der Glaubenskongregation im Vatikan - erstellte die Stasi auf dieser Basis einen mehrseitigen Bericht über den Kardinal, der an die SED-Führung und den KGB ging. Das Dossier enthält nichts, was damals nicht ohnehin bekannt war. So wird Ratzinger darin als einflussreicher Politiker und führender Ideologe im Vatikan beschrieben, als einer der schärfsten Gegner des Kommunismus und enger Freund von Papst Johannes Paul II.

Überraschend ist nur, was die Stasi noch erwähnenswert fand: Ratzinger "verfügt über einen gewinnenden Charme, obwohl er zunächst etwas scheu wirkt".

Andreas Förster

Quelle: http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/488847.html

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15. April 2005

Ratzinger findet Fans im Internet

Trotz seiner strikten Ansichten zur Religion war Papst Johannes Paul II. bei jungen Leuten in aller Welt beliebt. Auch einer der einflussreichsten Kandidaten für seine Nachfolge, der deutsche Kardinal Joseph Ratzinger, hat viele jugendliche Anhänger, die über das Internet miteinander kommunizieren. Auch Kritiker melden sich dort zu Wort.

Auf mehreren inoffiziellen "Fan-Sites" sind biografische Daten, eigene Texte des Kardinals und weiterführende Links zusammengestellt. In Foren diskutieren Nutzer etwa über die bevorstehende Wahl eines neuen Papstes und katholische Glaubensgrundsätze. Auch kontroverse Themen wie die Gleichberechtigung der Frau und Homosexualität werden angeschnitten.

In Forumsbeiträgen auf der englischsprachigen Site "The Cardinal Ratzinger Fan Club" wird unter anderem über das Engagement des bayerischen Geistlichen in der Hitler-Jugend debattiert. Ratzinger wird zudem für seine Ablehnung von Homosexuellen kritisiert. Kardinal Ratzinger sei selbst der Teufel, da Millionen Schwulen und Lesben Diskriminierungen aussetze, schreibt ein Teilnehmer. Jesus hätte dies niemals zugelassen.

Wer will, kann Ratzinger auch einen Brief in den Vatikan schicken. Auf der Website wird seine Postadresse veröffentlicht. Im "Shop" werden Geschenke zum Muttertag und Souvenirs angeboten - etwa Ratzinger-Sweatshirts und -Sticker sowie Bierkrüge mit seinem Konterfei.

(N24.de, Netzeitung)

Quelle: http://www.n24.de/wirtschaft/multimedia/?n2005041513480900002

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